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← Zurück zur ÜbersichtModelltest 1 · Thema: Open Access im Wissenschaftssystem · Niveau C1+

Lesen · Aufgabe 3

Multiple Choice

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Beantworten Sie die Fragen 1–7. Klicken Sie die Fragen an und entscheiden Sie, welche Lösung passt.

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Offene Wissenschaft – ein Versprechen mit Nebenwirkungen

(1)Wer im 20. Jahrhundert einen Fachartikel lesen wollte, war auf die Bestände seiner Universitätsbibliothek angewiesen. Heute genügt in vielen Fällen ein Klick: Unter dem Schlagwort Open Access werden wissenschaftliche Publikationen kostenfrei im Internet zugänglich gemacht. Befürworterinnen und Befürworter sehen darin eine logische Konsequenz der Digitalisierung, aber auch ein Gebot der Fairness. Schließlich wird ein Großteil der Forschung aus öffentlichen Mitteln finanziert – es erscheint daher widersinnig, dass die Allgemeinheit ein zweites Mal bezahlen muss, wenn sie die Ergebnisse lesen möchte.

(2)Tatsächlich hat das traditionelle Publikationsmodell eine bemerkenswerte Schieflage hervorgebracht. Forschende verfassen ihre Artikel unentgeltlich, begutachten im sogenannten Peer-Review-Verfahren ebenso unentgeltlich die Manuskripte ihrer Kolleginnen und Kollegen und treten häufig auch noch die Verwertungsrechte an die Verlage ab. Die Hochschulbibliotheken wiederum müssen die Zeitschriften, in denen diese Arbeiten erscheinen, zu stetig steigenden Preisen abonnieren. Einige wenige Großverlage erzielen auf diese Weise Umsatzrenditen, von denen andere Branchen nur träumen können.

(3)Um diese Abhängigkeit zu verringern, haben zahlreiche Förderorganisationen ihre Bedingungen geändert: Wer öffentliche Mittel erhält, muss die Ergebnisse inzwischen häufig frei zugänglich veröffentlichen. Viele Verlage haben darauf reagiert, indem sie ihr Geschäftsmodell umgestellt haben. Statt der Lesenden zahlen nun die Autorinnen und Autoren – beziehungsweise deren Institutionen – eine Gebühr für jede Veröffentlichung. Diese sogenannten Publikationsgebühren liegen bei renommierten Zeitschriften nicht selten im vierstelligen Bereich.

(4)Damit verschiebt sich das Problem jedoch nur. Während finanzstarke Universitäten die Gebühren aus zentralen Fonds begleichen können, stehen Forschende an weniger gut ausgestatteten Einrichtungen, insbesondere im globalen Süden, vor neuen Hürden. Sie können die Artikel ihrer Fachkolleginnen und -kollegen zwar nun lesen, sich die Veröffentlichung eigener Ergebnisse in angesehenen Zeitschriften aber oft nicht mehr leisten. Kritische Stimmen sprechen deshalb davon, dass die Barriere lediglich vom Lesen zum Publizieren gewandert sei.

(5)Hinzu kommt ein Phänomen, das die Glaubwürdigkeit des gesamten Systems untergräbt. Weil sich mit jeder angenommenen Arbeit Geld verdienen lässt, sind zahlreiche zweifelhafte Anbieter entstanden, die zwar den Anschein seriöser Fachzeitschriften erwecken, eingereichte Manuskripte aber kaum oder gar nicht prüfen. Gerade Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die unter hohem Publikationsdruck stehen, fallen auf solche Angebote herein – mit der Folge, dass methodisch fragwürdige Studien denselben Anschein von Wissenschaftlichkeit erhalten wie sorgfältig begutachtete.

(6)Ein Zurück zum alten Abonnementmodell wünscht sich dennoch kaum jemand. Vielmehr gewinnen Ansätze an Bedeutung, bei denen weder Lesende noch Schreibende zahlen: Zeitschriften, die von Fachgesellschaften oder Hochschulverbünden getragen werden und ihre Kosten über eine gemeinsame Grundfinanzierung decken. Ob sich dieses Modell in der Breite durchsetzt, hängt allerdings davon ab, ob Wissenschaftspolitik und Förderinstitutionen bereit sind, die nötige Infrastruktur dauerhaft zu finanzieren – und ob Forschende ihr Ansehen künftig weniger vom Prestige einer Zeitschrift abhängig machen.

Frage 1

Frage 1: Welche der folgenden Aussagen fasst den Inhalt von Absatz 1 am besten zusammen?

Frage 2

Frage 2: Laut Absatz 2 ist das traditionelle Publikationsmodell für einige Großverlage …

Frage 3

Frage 3: In Absatz 3 wird gesagt, dass …

Frage 4

Frage 4: Laut Absatz 4 sprechen Kritikerinnen und Kritiker von einer „gewanderten“ Barriere, weil …

Frage 5

Frage 5: Welche der folgenden Überschriften passt inhaltlich am besten zu Absatz 5?

Frage 6

Frage 6: In Absatz 6 wird ein Modell ohne Gebühren für Lesende und Schreibende …

Frage 7

Frage 7: Hauptanliegen des Textes ist es, …

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